Nahrungsmittelunverträglichkeiten können eine Allergie (Typ1 durch IgE, Typ3 durch IgG), eine Intoleranz durch Kohlenhydratunverträglichkeiten (Lactose, Fructose, Sorbit) oder eine Histaminunverträglichkeit sein.
Bei Beschwerden, die auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hinweisen, erfolgt je nach Symptomen des Patienten die Abklärung laut des oben angegebenen Stufenschemas.
Kohlenhydratintoleranz
In Mittel- und Südeuropa weit verbreitet ist vor allem die Lactoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit). Patienten mit einer Lactoseintoleranz können Milchzucker(=Lactose) nicht vollständig verdauen. Milchzucker findet sich in Milch oder milchhaltigen Produkten und wird normalerweise im Dünndarm in seine Einzelbestandteile zerlegt. (Glucose+Galactose)
Das verantwortliche Enzym für die Zersetzung heißt Lactase und ist bei Bestehen einer Lactoseintoleranz entweder überhaupt nicht vorhanden oder vermindert. Je nach dem Ausmaß des Mangels an Lactase erreicht eine vermehrte Menge Milchzucker den anschleißenden Dickdarm, dessen Bakterien diesen als Futter gebrauchen. Als Abbauprodukte entstehen große Mengen an Gasen und organischen Säuren. Für den Patienten bedeutet dies: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Übelkeit.
Was ist die Ursache der Erkrankung?
Lactasemangel kann angeboren sein und bereits beim Säugling Durchfall verursachen. Tritt der Mangel in späteren Jahren auf, so bleibt die Ursache oft unbekannt und ist auf eine andere Erkrankung des Darmes(z.B. Entzündung) zurückzuführen.
Welche Beschwerden treten bei einer Lactoseintoleranz auf?
Je nach Ausmaß des Lactasemangels kann nach dem Konsum milchhaltiger Speisen Durchfall, Bauchschmerz, Übelkeit, Völlegefühl oder Blähungen auftreten.
Sollten Hautausschläge, Nesselfieber, Asthma, Heuschnupfen oder Kopfschmerzen hinzukommen, sollte die Möglichketi einer Milchallergie in Betracht gezogen werden (Allergietyp 3 IgG – siehe ImuPro®).
Diagnose einer Unverträglichkeit
Der häufigste Diagnoseweg ist der H2 – Atemtest. Der Patient trinkt auf nüchternen Magen eine bestimmte Menge einer Fructose-, Lactose- oder Sorbitlösung. Anschließend pustet er in definerten Abständen in ein Messgerät, das den Wasserstoffgehalt(H2 – Gehalt) seiner Atemluft misst.
Wichtige Infos zur Vorbereitung auf den Test:
Messung

Das Immunsystem ist eine sinnvolle Einrichtung. Es verhindert Infektionen, die durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden.
Bei Unverträglichkeiten sieht dies anders aus:
Der Körper antwortet auf eine fremde Substanz mit einer Abwehrreaktion. Dies geschieht im Falle einer Unverträglichkeit auch bei ansonsten harmlosen Nahrungsmitteln.
Schließlich wird diese Abwehrreaktion chronisch und beeinträchtigt Gesundheit und Wohlbefinden.
Nahrungsmittel- Unverträglichkeiten sehen Wissenschaftler neuerdings im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen wie:
· Übergewicht
· Chronisches Müdigkeitssyndrom
· Diabetes mellitus Typ II
· Fibromyalgie
· Rheumatische Erkrankungen
· Gelenksbeschwerden
· Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte
· Chronische Magen- und Darmerkrankungen
Wie finde ich diese Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten heraus?

Chronische Krankheiten und Imupro 300
Mehr Informationen unter www.Imupro.de
22. März 2007
Mit Antikörpertestung zum Normalgewicht
Nahrungsmittelunverträglichkeiten können dick machen
Nur weniger zu essen und mehr Sport zu treiben, das führt bei manchen übergewichtigen Kindern nicht zu dem gewünschten Resultat. Grazer Wissenschaftler sind zusätzlichen Ursachen von Übergewicht und deren Bekämpfung auf der Spur.
Die Adipositas in der Kindheit und deren Folgeerkrankungen entwickeln sich zu einem epidemischen Phänomen. Häufig finden sich bei adipösen Menschen erhöhte Entzündungsparameter im Blut, die mit dem Grad der Fettsucht sowie der Insulinresistenz korrelieren. Nach Gewichtsreduktion kommt es zu einem Abfall der Werte. Chronische geringgradige Entzündungen begünstigen sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern die Entwicklung von Atherosklerose und Herzkreislauferkrankungen.
Prof. Dr. Martie Wilders-Truschnig vom Institut für Labormedizin an der Medizinischen Universität Graz führte eine Studie zur Prävalenz von Atherosklerose bei Kindern durch. „Wir untersuchten bei 30 normalgewichtigen, 30 adipösen und 30 untergewichtigen Kindern im Serum die Werte des ultrasensitiven CRP. Dabei fanden wir signifikant erhöhte Werte bei den Übergewichtigen. Weiters wiesen diese Kinder eine signifikant höhere Intima-Media-Stärke beider Karotiden auf.“
Chronische Entzündung
Dieses subklinische Zeichen chronischer Inflammation könnte auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zurückzuführen sein, so die Grazer Labormedizinerin. Das Vorhandensein von Antikörpern gegen Nahrungsmittelbestandteile verursacht eine chronische Entzündung. Zahlreiche Studien zeigen eine erhöhte Produktion von Zytokinen bei Kindern mit Nahrungsmittelallergien. Die IgG-Serumantikörper gegen Nahrungsmittelantigene können mittels Elisa gemessen werden.
Erhöhte Insulinwerte
Die Expertin: „Wir verwendeten einen kommerziell erhältlichen und standardisierten Test, um gegen 270 Nahrungsmittelantigene zu testen. Dabei fanden wir Antikörperspiegel von weniger als 0,5 µg/ml in der Gruppe der normalgewichtigen Kinder. Übergewichtige hatten signifikant höhere Spiegel und auch deutlich erhöhte Insulin- und Leptinwerte, was als Beginn eines metabolischen Syndroms zu werten ist. Die höchsten Antikörperspiegel fanden wir bei den untergewichtigen Kindern. Diese Ergebnisse könnten einen wesentlichen Einfluss auf das Management von Kindern haben, die Probleme dabei haben, ein normales Gewicht zu halten. Die Elimination von Nahrungsmitteln, die eine Antikörperbildung bewirken, führt zu einer Verbesserung der Immunreaktion und des metabolischen Status. So scheinen übergewichtige Kinder von einer entsprechenden Diät durch Gewichtsabnahme und durch positive Auswirkungen auf die prä-atherosklerotischen Veränderungen zu profitieren. Aber auch für untergewichtige Kinder bedeutet die Kenntnis eventueller Nahrungsmittelunverträglichkeiten einen großen Vorteil, da so eine reduzierte Nahrungsverwertung verhindert werden kann. Wilders-Truschnig empfiehlt daher die Antikörpertestung sowohl bei Unter- als auch bei Übergewichtigen, um Langzeiteffekte von metabolischen Störungen zu verhindern.